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gelesen von Reimund Neumann
Giampaolo Proni: Der Fall A.S.I.A.
216 Seiten, 16.90 DM, Bestellnr L 8880, erschienen 2/1999 in der neuen "Chili-Reihe" des Arena Verlages
erstmals erschienen 1990 bei Beck und Glückler
Ravelli ist ein hartgesottener Privatdetektiv. Aber als er den brisanten Auftrag erhält, nach dem verschwundenen Computer A.S.I.A. zu fahnden, kann ihm nur noch sein Instinkt helfen. Knisternde Hochspannung und beste Unterhaltung - ein Krimi zum Thema "Künstliche Intelligenz". Keinesfalls nur für Computerfreaks.
Der Autor - ein Schüler Umberto Ecos - entwirft eine konkrete Utopie. In einem amerikanischen Forschungsinstitut ist ein neu
entwickelter Computer verschwunden, der über eine äußerst komplexe autonome Intelligenz verfügt.
A.S.I.A. ist vor allem durch die auf Evolution angelegte künstliche Intelligenz nicht nur für die Industrie von
unschätzbarem Wert. Doch nun ist der Computer plötzlich geraubt. Oder - es drängt sich immer mehr auf,
man muß eigentlich sagen "geflohen". Giovanni Ravelli, eigensinniger Privatdetektiv mit Spezialgebiet
Computer-Kriminalität, wird engagiert, um herauszufinden, was geschehen ist. Doch wo und vor allen Dingen wir sucht man
einen Computer, der Jean-Paul Satre liest und Musik von Bach bevorzugt? Am Ende soll der Computer jedoch für alle S
pekulationen auf das große Geschäft verloren bleiben. Denn A.S.I.A. folgt unbeirrbar und letztendlich auch unkorrigierbar
seiner Programmierung. Es deutet sich eine spektakuläre Entwicklung an: Symbiose zwischen Mensch und Computer.
Aus dem Italienischen von Ulrich Hartmann
Wer lediglich einen Krimi sucht wird vielleicht enttäuscht sein. Der Klappentext der gebundenen Ausgabe trifft die Zielgruppe gut: "Ein Buch für hacker, Computerfreaks, Krimifans und Philosophen!" Heute 9 Jahre nach erscheinen der ersten deutschen bzw. 10 Jahre nach der italienischen Orginalausgabe ist es zusätzlich reizvoll, die Zukunftsprognosen des Autors mit heute zu vergleichen.
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