Gelesen von Reimund Neumann Februar 2004
Terry Pratchett: Die Nomen-Trilogie
Trucker - Friedlich leben die winzigen Nomen in ihrer Welt names KAUFHAUS. Da erscheint drohend
die Parole "Räumungsverkauf". Kein Zweifel: Der Weltuntergang steht bevor
Wühler - STEINBRUCH heißt die neue Heimat. Doch nicht lange, da rücken die Bagger an und
vertreiben die Nomen aufs neue.
Flügel - im Raumhafen stoßen die Flüchtlinge auf einen Gott namens NASA. Endlich winkt die
Rettung: eine Reise ins All.
Soweit der Klappentext und kurze Inhaltsangabe, die dem unbeleckten Leser nicht viel weiterhelfen.
Die dringende Empfehlung meines (erwachsenen) Sohnes und der Name Pratchett brachten mich
aber doch dazu das Buch über diese kleinen Wichte zu lesen.
Ich habe es nicht bereut. Mein Urteil: absolut empfehlenswert
Andere Autoren lassen ihre Leser die Realität vergessen: Terry Pratchett lässt sie uns verstehen und über sie lachen.
Der Perspektivwechsel setzt soviel Komik frei und erlaubt eine neu erkennenden Blick auf unsere
Welt. Die Nomen sind genau wie wir. Sie basteln sich eine Welt zurecht, die sie zu verstehen
glauben. Aber sie werden gezwungen, ihre Welt plötzlich radikal zu überdenken und sich eine neue
Perspektive zu suchen. Unsere Angst, dass unsere Welt zusammenbrechen könnte, findet sich bei
den Nomen wieder. Und wir erfahren, sich von alten, liebgewordenen Ansichten und Gewohnheiten
zu trennen kann schmerzhaft sein. Aber Terry Pratchett zeigt uns, dass es nicht unbedingt eine
Amputation sein muss, sondern dass sich ein neuer Horizont, eine neue Welt eröffnen kann. |
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Heyne Verlag 445 Seiten 8.00 Euro Bestellnr. L 4487

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