Bücher aus dem Verlagsprospekt:
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Kennen Sie "Mimikry"? Lieben Sie Reizwörter? Lesen Sie, nein, erleben Sie das Buch
"Einer flog übers Gemüsefach",
ein Buch, das Sie nicht nur lesen, sondern gerne selbst ausprobieren wollen! Sie finden insgesamt 55 originelle, witzige, skurrile Kurzgeschichten von den vier Mitgliedern der Literaturgruppe Mimikry und von fünfzehn Gastautoren.
ISBN 3-932717-00-7; Euro 10,-
Lieben Sie außergewöhnliche Gedichte? Mögen Sie suggestive Poesie mit Aha-Erlebnissen?
Dann lernen Sie den Gedichtband von Karl H. Demuß
"Metamorphe Poesie"
mit einem Vorwort von J.W. von Goethe kennen und lieben!
ISBN 3-932717-01-5; Euro 4,90

Als Liebhaber des niveauvollen, nicht blutrünstigen Kriminalromans sollten Sie
"Eine Ferienidylle"
von Wolfgang Handrick lesen.
Bei einer Urlaubsfahrt entpuppt sich die Oberpfälzer Landschaft zum Ort tödlicher Bedrohung für einen Nürnberger Geschäftsmann ...
ISBN 3-932717-02-3; Euro 7,45
Wenn der fränkische Autor Manfred Schwab und die italienische (Lebens-) Künstlerin Nadina Dinta gemeinsam ein Buch unter dem Titel
"Letzter Fischladen vor der Autobahn"
herausbringen, dann verspricht dies viel Scherz und Satire, Ironie und Tragik, Parodie und Philosophie ...
ISBN 3-932717-03-1; Euro 8,40
Gedichte mit Gefühl, aber ohne falsches Pathos, sowie poetische Texte präsentiert Barbara Lorenz (BaLo) in ihrem Band
"Abrabarbara!", den die Künstlerin selbst illustriert hat.
ISBN 3-932717-04-X; Euro 9,-
Ein 14-jähriger Schüler findet eine mysteriöse Flasche. Aber nicht nur mit dem darin befindlichen Flaschengeist erlebt er aufregende Abenteuer.
"Tagebuch einer Flasche"
von Karl Heinz Demuß trägt den Untertitel: Eine Erzählung für junge und jung gebliebene Menschen.
ISBN 3-932717-05-8; Euro 7,50
Karl Heinz Demuß und Thomas Rüger präsentieren in der Broschüre
"Das erste Dutzend ist voll"
die bei den ersten zwölf Mimikry - Lesungen entstandenen Spontangeschichten.
ISBN 3-932717-06-6; Euro 3,-
Erotische Reizwortgeschichten offeriert Mimikry in dem Buch
"Erlesene Höhepunkte".
Gastautoren um zweiten Mimikry-Band sind u.a. Tanja Kinkel und Jürgen von der Lippe.
ISBN 3-932717-07-4; Euro 9,95
Eine moderne Geistergeschichte und gleichzeitig eine lokalpolitische Posse ist der von Wolfgang Handrick verfasste, etwas andere zeitkritische Roman
"Das Engagement".
ISBN 3-932717-08-2; Euro 8,45
Skurrile Kurzgeschichten präsentiert Gerd Fürstenberger in seinem Band
"Die Entdeckung der Einsamkeit".
Neben der Einsamkeit tauchen hier auch die Vorzüge des Schranklebens oder der verzweifelte Versuch eines Mannes, das Fliegen zu lernen, auf.
ISBN 3-932717-09-0; Euro 9,-
Ursula Hoffmanns lyrischem Werk
"Sternenwelten"
veröffentlichten Gedichte erzählen von Begegnungen. Und sie erzählen vom Mut, dem eigenen Fühlen zu vertrauen.
ISBN 3-932717-10-4; Euro 13,-
Kurze Alltagsepisoden, eigen- und hintersinnig, sind in dem Band
"Der Spatz"
von Agnes Chrambach versammelt.
ISBN 3-932717-11-2; Euro 7,50
Eine abenteuerliche Erzählung schildert die Jugendautorin Michaela Schmid in ihrer ersten Buchveröffentlichung
"Die Geschichte von Florian Floh und seinen Freunden".
Eine spannende Geschichte - nicht nur für Kinder!
ISBN 3-932717-12-0; Euro 7,50
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Selbstdarstellung des Verlages
Dreijähriges Bestehen - Kann dies überhaupt ein Grund zum Feiern sein?
Muss sich ein Kleinverlag nicht vielmehr in Bescheidenheit üben? Ist er denn nicht nur eine höchst selten oder zufällig wahrgenommene Randnotiz im Massenkulturbetrieb und -vertrieb dieser Tage?
Die Idee, einen Verlag zu gründen, kam etwa Mitte der achtziger Jahre, als im westmittelfränkischen Dinkelsbühl eine Friedenszeitung unter dem Titel "Knurrhahn" herausgegeben wurde. Dabei hatte der angehende Verleger so viel Spaß, dass sich die Verlagsidee beinahe zwangsläufig entwickelte. Natürlich kam die Freude am Lesen dazu (er selbst ist bekennender Büchernarr) - und er schreibt auch selbst.
Die Frage, wie viele Mitarbeiter nun fleißig an der Verlagstätigkeit mitwirken, muss wohl so beantwortet werden: Es gibt da nur einen, eben Thomas Rüger, wenn auch seine Frau Manuela beim Vertrieb kräftig mitarbeitet.
Ziel des Verlages ist es, einfach gute Unterhaltung zu vermitteln. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang noch, dass nur belletristische Werke veröffentlicht werden, also keine wissenschaftlichen oder Sachbücher.
Aber darf man eigentlich, um "kulturell korrekt" zu sein, als verlegerisches Ziel "Unterhaltung" reklamieren? Ist unterhaltsame Literatur in deutschen Landen nicht das Synonym für massengeschmäcklerischen Lesestoff - seicht, anspruchslos, dumpfbackenmäßig. Kann Unterhaltung auch geistige Anregungen vermitteln? Dürfen Lesungen auch Spaß machen oder nur der Erbauung eines elitären Publikums dienen? Können de facto in einem Kleinverlag nur Nischenprodukte für eine saturierte Gesellschaft vertrieben werden?
Ketzerische Gedanken eines Kleinverlegers oder nur banale Fragestellungen, die schnell wieder ad acta gelegt werden können?
Der statistische Teil der Verlagsproduktion ist schnell abgehakt:
Innerhalb von drei Jahren wurden dreizehn Publikationen realisiert; die Auflagen liegen zwischen 500 und 2.000, die Verkaufszahlen liegen bis dato um einiges darunter.
Der Direktvertrieb (also ohne spezielle Verlagsvertreter und -auslieferung) birgt Vorteile (direkte Kundenkontakte!), ist aber auch zeitlich aufwendig und des öfteren frustrierend:
Wenn beispielsweise an einem Urlaubstag (der Kleinverleger muss seinen Unterhalt leider immer noch anderweitig verdienen) im Herbst vergangenen Jahres sämtliche Erlanger Buchhandlungen persönlich aufgesucht werden und nur eine einzige Buchhandlung bereit ist, einen einzigen Buchtitel in Kommission in ihr Sortiment aufzunehmen...
Wenn eine Kieler Buchhandlung einer Kundin die Auskunft gibt, dieser Verlag liefere gar nicht aus ...
Wenn eine Nürnberger Buchhandlung die Kundenauskunft gibt, es dauere drei Wochen, bis dieser Verlag einen gewünschten Buchtitel ausliefere...
Es bedarf schon gewisser Stehaufmännchen - Qualitäten, um nach solchen Erfahrungen nicht zu resignieren.
Perspektiven für die kommenden Jahre?
Ein Kleinverlag hat leider nicht die finanziellen Mittel und Möglichkeiten wie die Großen der Buchbranche. Die Edition Knurrhahn möchte auf Grund dieser Situation bei der Realisierung zukünftiger Buchprojekte neue Wege gehen. Sponsoren, ob Unternehmen oder private Gönner, sind herzlich eingeladen, die Erweiterung des Buchprogramms zu unterstützen.
Durch den Aufbau bundesweiter Kontakte soll das Vertriebsnetz ausgebaut, durch die Gewinnung sog. Nebenmärkte (zum Beispiel Tee- oder Naturkostläden) völlig neue Kundenkreise gewonnen werden.
Die Hoffnung auf das kommende Buchprojekt, das den großen Durchbruch bringt, muss eher ins Reich des Utopischen verwiesen werden.
Auch wenn interessante Manuskripte auf ihre Veröffentlichung warten - realistisches Ziel muss es sein, den Bekanntheitsgrad sukzessive zu erweitern und hierbei ein eigenständiges und unverwechselbares Verlagsprofil zu entwickeln.
Nicht das zur Binsenweisheit degenerierte Prinzip Hoffnung, sondern der Versuch, im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten Neues auszuprobieren, ist die Verlagsmaxime.
Also auch in Zukunft nur Nischenprodukte vertreiben? Möglicherweise. Aber auch ein kleiner Verlag kann etwas in Bewegung setzen.
In diesem Sinne: auf die nächsten drei Jahre
und herzliche Grüße vom Kleinverleger!
Thomas Rüger
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