|
Newsletter anfordern weitere Newsletter: Nr. 1 Nr. 2 Nr. 3 Nr. 4 Nr. 5 Nr. 6 Nr. 7 Nr. 8 fechenbach.de - Newsletter Nr. 5Die meisten Bücher des Herbstes sind inzwischen erschienen. Eine kleine Auswahl, die auch besondere Themen und eher unbekannte Verlage berücksichtigt, stellen wir hier vor:
Neu überarbeitet wurde unser Angebot an Bechern und die dazugehörige Internetseite. Becher mit pfiffigem Aufdruck für wirklich günstige 7.50 DM: http://www.fechenbach.de/web/home/becher.htm Wer seine eigenen Ideen verwirklichen möchte, kann Becher bei uns bedrucken lassen. Genauere Informationen hier
Die Fahrt war die Droge, das Bewußtsein, eine Lok von achtzig Tonnen Gewicht und zwölfhundert PS zu beherrschen und einen Zug von mehr als fünfzig Waggons auf über hundert Kilometer zu beschleunigen. Er wollte Schienen fressen. Bewegungslosigkeit hätte ihn zerissen. "Sie wollen mich loswerden", knirschte er. "Aber das wird ihnen nicht gelingen." Ein unglaubliches Rail-Movie durch ganz Deutschland: Dieser Lokführer ist nicht zu stoppen. Nach einer ärztlichen Routine-Untersuchung soll der Lokführer Willi Gatz, dem vor einigen Monaten ein Selbstmörder vor den Zug sprang, nicht länger Lokomotive fahren. Blutdruck und Herzschwäche stellen angeblich ein Risiko dar. Doch ein Ruhestand kommt für Gatz nicht in Frage. Die Schiene ist sein Leben. Im Urlaub auf Sylt entwendet er eine Diesellok von einem Abstellgleis und beginnt eine Amokfahrt quer durch die Republik bis nach Bayern. Er ist nicht zu stoppen. Es entwickelt sich ein atemberaubendes Duell. Soweit Klappentext und kurze Inhaltsangabe. Wir können das Buch sehr empfehlen: Es ist spannend, voller skurriler Ideen. Es bringt das Kunststück fertig, solche Themen wie "Umwandlung der Bundesbahn von einer Behörde in ein modernes Unternehmen" und "Fixierung der Männer auf ihre Arbeit", die ja in unzähligen Büchern eher trocken behandelt werden in eine Story zu packen und diese Story läuft ab wie ein Krimi und ist sehr witzig. Wer bisher geglaubt hat mit einer Lok könne man nicht verschwinden, da die Gleise die Richtung vorschreiben und die Weichen nicht vom Lokführer gestellt werden, der muß sich eines Besseren belehren lassen. Und wenn wieder etwas fast Unmögliches passiert, dann beschleicht einen schon bald das Gefühl, dass es doch hätte so passieren können. Seien es (eisenbahn-)technische Abläufe oder das Agieren der unterschiedlichen Charaktere. Ein Buch, das Spass macht. Und nicht nur den Eisenbahnfans. Abbildung
Der syrische Schriftsteller R.a.f.i.k S.c.h.a.m.i hat den deutschen Intellektuellen vorgeworfen, Stimmungsmache gegen die arabische Kultur zu machen. Die Auseinandersetzung sei von Vorurteilen und Ignoranz geprägt, kritisierte der seit 30 Jahren in Deutschland lebende Literat in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung". "Hans Magnus Enzensberger weiß in Sachen Islam so viel wie ein Abiturient", meinte Schami. Dass Enzensberger sich dennoch dazu äußere und seine "eurozentristischen Vorurteile" verbreite, wertete Schami als "reine Stimmungsmache". In einer Gesellschaft, die mit anderen Kulturen vertraut sei, könne kein Literaturkritiker einfach sagen, dass ihn diese Literaturen nicht interessierten. "Wir sind noch immer so rückständig, dass ein Marcel Reich-Ranicki so etwas sagen kann und auch noch stolz darauf ist", sagte Schami weiter. Die indische Autorin A.r.u.n.d.h.a.t.i R.o.y hat der amerikanischen Politik erneut eine Mitschuld an den Terroranschlägen von New York und Washington gegeben. "Wenn ich sage, dass die amerikanische Regierung dies selbst mitverschuldet hat, glaube ich das in der Tat", sagte Roy in der ARD-Sendung "Monitor". Die amerikanische Regierung sei so mächtig und stark, dass auch ihre Fehler ganz gewaltig seien und Folgen für die ganze Welt hätten. "Ich hoffe, damit ein Tabu gebrochen zu haben, denn ich bin es wirklich leid, mit Propaganda abgespeist zu werden", sagte die Schriftstellerin. Den von Bush geäußerten Satz "Entweder ihr seid mit uns oder mit den Terroristen" nannte Roy eine inakzeptable Alternative. Der V.e.r.b.a.n.d d.e.u.t.s.c.h.e.r S.c.h.r.i.f.t.s.t.e.l.l.e.r hat nach den Terroranschlägen vom 11. September vor Maulkörben in der politischen Streitkultur in Deutschland gewarnt. In Amerika sei das Recht auf freie Meinungsäußerung bereits drastisch beschnitten worden, mehrere Journalisten hätten seit dem 11. September ihre Arbeit verloren. Der VS hoffe, «dass diese Welle nicht auch zu uns überschwappt und die politische Streitkultur, ein Teil der viel gepriesenen westlichen Zivilisation, erhalten bleibt», betonte er am Mittwoch in einer in Berlin veröffentlichten Erklärung. Wer es in der gegenwärtigen Stimmung im Lande wage, in den allgemeinen Ruf nach Rache nicht einzustimmen, werde als ideologisch verbohrt, feige oder besserwisserisch-moralisierend diffamiert, eine Kampagne, deren Opfer u.a. Peter Sloterdijk, Adrienne Goehler, Botho Strauß, Klaus Theweleit, Durs Grünbein, Noam Chomsky geworden seien. Auch Ulrich Wickert und Roger Willemsen habe es getroffen.
"Die soziale Schieflage in unserer Gesellschaft hat viele Gesichter - Gesichter, die auch hinter den Zahlen von Armutsberichten verborgen bleiben", heißt es in der Ausschreibung des jetzt vom Förderverein gewerkschaftliche Arbeitslosenarbeit e.V. (Bielefeld) und von der IG Metall (Frankfurt/M.) gestarteten Fotowettbewerbs. Das bundesdeutsche Netzwerk der Erwerbslosenprojekte und die IG Metall laden FotografInnen ein, die ein waches Auge für Schieflagen im Alltag haben, die den Skandal im Normalen entdecken und dabei die Würde der Betroffenen achten. Gesucht werden Bilder und Ansichten, die soziale Wirklichkeiten und die Alltagserfahrungen einfangen, zum Nachdenken über eine gerechte Verteilung von Lebenschancen anregen, zum sozialen Engagement ermutigen und solidarisches Handeln sichtbar machen. Abgabe- und Einsendeschluss ist Donnerstag, der 31. Januar 2002. Es werden Sach- und Geldpreise in einer Höhe von insgesamt 15.000 DM vergeben. Zusätzlich wird im Internet ein Publikumspreis ausgelobt. Weitere Infos: www.fair-teilen.de Wir stellen Bücher zu den Themen Arbeit - Soziales vor
Nach der Zuerkennung des Literatur- N.o.b.e.l.p.r.e.i.s.e.s an den Briten V.S. Naipaul werfen deutsche Verlage die Druckmaschinen an: Der Münchner List-Verlag bringt eine Taschenbuch-Gesamtausgabe. Gleichzeitig sollen im ebenfalls zur Gruppe Econ Ullstein List gehörenden Hardcover-Verlag Claassen Naipauls gerade erst auf Englisch veröffentlichtes Werk «Ein halbes Leben» und das etwas ältere, aber bisher nicht ins Deutsche übersetzte «Abschied vom Eldorado» erscheinen. Andere Verlage prüfen ob trotz komplizierter Rechtsverhältnisse (Naipaul wechselte mehrmals den Verlag), Neuauflagen möglich sind. Focus B.e.s.t.s.e.l.l.e.r.l.i.s.t.e.n genauer als im Spiegel? Im Streit um die Bestsellerlisten sieht sich das Münchner Nachrichtenmagazin Focus vorn. Wie das Magazin mitteilte, greift die Focus-Liste auf mehr als 500 Buchhändler zurück und sei damit repräsentativer als die ihres Hamburger Konkurrenten. Die Liste des Spiegel erfasse nur rund 200 ausgewählte Verkaufsstellen des deutschen Buchhandels. Wie dem auch sei. Wir bieten den Zugriff auf beide Listen und weitere Informationen hier
Mit S.u.c.h.m.a.s.c.h.i.n.e.n ist kein Geld zu verdienen. Twirlix steht trotz sympathischem und durchaus originellem Konzept vor dem Aus. Altavista greift nach dem Strohhalm und der heisst "Eintragung gegen Bezahlung". Die Sache wird als "Express Uebergabe" bezeichnet. Ein Portal ist Altavista schon laenger nicht mehr. Auch der Konkurrent Excite.de beschraenkt sich seit heute auf eine "Kompaktversion". Die Deutsche Vertretung wurde dichtgemacht, die Idee des Portals aufgegeben. Auch Infoseek.de steht vor schweren Zeiten, sollte der wichtige Partner T-Online seine Unterstuetzung entziehen. Nur bei Google gehen die Uhren anders. Google geht (vielleicht) an die Boerse und kann jetzt nach Bildern suchen. Waehrend Google weiter aufruestet, bauen andere ab. Bleibt die Frage, was zukuenftig geschehen wird. Das Web ist immer groesser geworden, die deshalb benoetigten Ressourcen technischer und personeller Art ebenfalls. Nur die Einnahmen sind nicht entsprechend gewachsen. Man muß kein Prophet sein, um eine Ausduennung des Marktes vorherzusehen. Und wenn es Google nicht an die Boerse schafft, schlaegt vielleicht Microsoft zu. Wuenschenswert waere das nicht. (aus Dr.Web Newsletter Nr 84) Die A.r.c.h.i.v.i.e.r.u.n.g von Texten, die im I.n.t.e.r.n.e.t veröffentlicht werden, stellt die Deutsche Bibliothek vor große Probleme. In der Nationalbibliothek sollten künftig auch deutschsprachige Online-Publikationen wie Internet-Seiten und elektronisch verbreitete Zeitschriften archiviert werden. Das Hauptproblem ist, angesichts der Datenflut zu definieren, welche elektronischen Texte gesammelt werden müssten. Schon bisher sammele die Deutsche Bibliothek wissenschaftliche Zeitschriften und Dissertationen in elektronischer Form. Es müssen rasch auch die technischen Vorkehrungen getroffen werden, damit beispielsweise Webseiten auch in 10, 50 oder 100 Jahren noch lesbar sind. Dazu gehört, auch die jeweilige Betriebssoftware einer Webseite zu archivieren und eine geeignete Hardware-Lösung für die Langzeitspeicherung der Daten zu finden.
Wenn Du Dich durch diese Mail gestört fühlen solltest oder sie fälschlicherweise erhalten hast, bitten wir um Entschuldigung. Sende in diesem Fall einfach eine leere Mail mit der auszutragenden Emailadresse als Absender an folgende Adresse leave.newsletter@fechenbach.de Wir löschen die Adresse umgehend aus dem Verteiler. Wer den Newsletter regelmäßig erhalten möchte: Zur Anmeldung einfach eine leere Mail an join.newsletter@fechenbach.de Bei Änderung der Email-Adresse? Bitte abmelden und mit der neuen Email-Adresse wieder anmelden.
Ältere Ausgaben dieses Newsletters sind hier zu finden.
Dieser Newsletter wird herausgegeben von der Felix-Fechenbach-Kooperative - Neumann Grube John GmbH Heidensche Strasse 3 - 32791 Lage Telefon: 05232-64540 Fax: 05232-68114 Email: info@fechenbach.de Email: Felix-Fechenbach-Koop@T-Online.de Internet: www.fechenbach.de Alle Angaben sind ohne Gewähr Verantwortlicher Redakteur: Reimund Neumann
|
||||||
|
||||||
|
© Felix Fechenbach Kooperative - Neumann Grube John GmbH - Lage (Lippe) -
seit dem 1. 5. 1984 - im Internet seit 1999
|
||||||